FearDotCom

Überzeugte Memetiker haben es schon immer gewusst: Informationen sind böse. Sie bemächtigen sich unserer Gehirne und zwingen uns zu deren Weiterverbreitung.

 

In den letzten Jahren fühlen sich nicht nur Evolutionsforscher, sondern auch Filmemacher zur Theorie der Memetik hingezogen. In Hideo Nakatas „The Ring“ (Japan, 1998) geht es um ein mysteriöses Videoband, dass die Menschen eine Woche nach dem sie es sich angeschaut haben, dahinrafft. Den gleichen Stoff variiert der Film FearDotCom (USA 2002), der gerade in den deutschen Kinos gestartet ist. Wer die titelgebende Website anklickt, stirbt 48 Stunden später.

Das klingt bedrohlich, aber es gibt auch eine gute Nachricht: die Menschheit ist nicht verloren. Die bösen Informationen lassen uns nämlich einen Ausweg. Zumindest im Kino. In „The Ring“ kommen die Menschen mit dem Leben davon, wenn sie das Videoband kopieren. So, you better beware and tell a friend or two!

Die Website zum Film


Von vm-people am 20. Juli 2003
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Per Weblog ins Weiße Haus

Der US-Demokrat Howard Dean hat im Rennen um die parteiinterne Qualifikation zum Präsidentschaftskandidaten 2004 einen guten Start hingelegt. Denn Vermonts ehemaliger Gouverneur ist der erste Kandidat mit eigenem Weblog.

 

„Auf der Blogforamerica.com genannten Website erscheinen täglich zwischen fünf und zehn Beiträge. Mal werden dort in klassischer Netztagebuch-Manier Artikel aus Zeitungen und Online-Magazinen verlinkt, mal berichten Mitarbeiter in lockerem Plauderton von Deans jüngstem Wahlkampf-Auftritt oder vom aktuellen Stand der Online-Spendensammlung. Hin und wieder meldet sich der Kandidat auch persönlich zu Wort.“ heisst es in einem Artikel in der Frankfurter Rundschau.

„Vieles, was wir jetzt ausprobieren, wird in der Zukunft zum Standard-Repertoire einer Wahlkampf-Kampagne gehören“, ist sich der Initiator des Weblogs, Mathew Gross, sicher. Doch ein Weblog allein reiche nicht, um eine Wahl zu gewinnen. Letztlich komme es auf den Kandidaten und seine Botschaft an: „Wahlen werden nicht im Internet entschieden, sondern in der Wahlkabine.“



Von vm-people am 18. Juli 2003
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Cannot find Weapons of Mass Destruction

Und wieder ein Virus, das auf dem Nährboden des Irak-Konfliktes gedeiht: „Die vom Briten Anthony Cox am 12. Februar gestaltete Seite ist so beliebt, dass sie mittlerweile mit 445 Websites verlinkt ist.“ schreibt SPIEGEL Online.
Link-Nr. 446


Von vm-people am 11. Juli 2003
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Small Worlds

Nach der „Small-World-Theorie“, die der Sozialpsychologe Stanley Milgram bereits in den Sechziger Jahren aufgestellt hat, sind alle Menschen auf der Welt über sechs Ecken miteinander bekannt. Diese Netzwerke, auch Small Worlds genannt, sind die Basis für die Ausbreitung von Viren aller Art – auch für Marketingviren.

Frank Ufen schreibt in seinem Artikel für die Frankfurer Rundschau: „Small Worlds haben eben neben etlichen Vorteilen auch Nachteile. Sie ermöglichen es, Informationen mit hoher Geschwindigkeit über große Distanzen zu übertragen. Aber sie begünstigen auch die Konzentration von Macht. Und sie machen es Infektionskrankheiten leicht, sich überallhin zu verbreiten. Wenn sechs Milliarden Menschen über Nah- und Fernverbindungen weltweit miteinander vernetzt sind, kann jede Infektion, die auf Menschen an den Schnittstellen überspringt, eine Kettenreaktion auslösen. Genau so hat sich das Aids-Virus verbreitet.“

Wie klein die Welt ist, kann man an Six Degrees of Kevin Bacon überprüfen, einem Gesellschaftsspiel, das nicht nur unter Filmexperten populär ist. Dabei geht es darum den US-Schauspieler („Footloose“) über seine Filmrollen in weniger als sechs Schritten mit jedem beliebigen anderen Schauspieler zu verknüpfen. Mit Franka Potente zum Beispiel kann man Kevin Bacon in nur zwei Schritten verbinden.



Von vm-people am 9. Juli 2003
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Talking Brands

Zwei Drittel der Deutschen sprechen dann über Markenerfahrungen, wenn sie mit einem Produkt zufrieden sind. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Repräsentativ-Studie „Talking Brands“ hervor, die von der der Agentur komm.passion in Auftrag gegeben wurde.“Die positive Kraft der Mund-zu-Mund-Propaganda,“ so Prof. Dr. Joachim Klewes, der als CEO von komm.passion die Studie initiiert hat, „wird im Marketing völlig unterschätzt. Hersteller und Handel sollten viel intensiver überlegen, wie sie ihre Marken zu ‚Talking Brands‘ machen können.
Für Prof. Klewes liegt eine der wesentlichen Konsequenzen der Untersuchung darin, dass Marken-Macher ihren Kunden den Gesprächsstoff gleich mit liefern sollten: „Marken brauchen Geschichten – und sie müssen inszeniert werden, damit sie als ‚Talking Brands‘ im Gespräch der Verbraucher eine Rolle spielen. Klassische Werber, die nur auf schöne Bilderwelten setzen, sind damit manchmal überfordert“, so Klewes.


Von vm-people am 5. Juli 2003
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